Kirchengebäude
Konstruktion: Wände und Decken in Stahlbeton, Außenwände mit Waschbetonplatten verblendet. Dach des Kirchenraumes aus Holzleimbinder.
Planung ab 1962. Entwurf und Ausführungsplanung: Architekt Stefan Leuer, Köln. Kirchweihe am 11. Juni 1967.
Ausstattung und Kunstwerke der OBERKIRCHE
Außenbau: - Kreuz auf dem Kirchenschiff und Hahn auf dem Glockenturm nach Entwürfen von Ludwig Schaffrath - Windfanganlage, Glasflächen (Industrieglas) in mehreren Tönen geätzt, klarsichtig bis undurchsichtig, wirkt gleichzeitig begrenzend und einladend. Entwurf: Ludwig Schaffrath
Innenraum: - ALTAR in Blaustein, Verschluss des Reliquiengrabes auf der Vorder-Seite sichtbar, Entwurf: Architekt Stefan Leuer.
LESEPULT Bronze-Guss von Albert Sous. Es ist ein baumartig aufsteigendes Flechtwerk dargestellt, das sich in der Pultfläche verdichtet.
TABERNAKEL Das eigentliche, für die Aufnahme des Allerheiligsten verschließbare Tabernakel befindet sich in der Werkstagskirche im Untergeschoss. Dessen tragende Säule durchdringt aber die Geschoss-Decke und ist in der Hauptkirche Gehäuse für die verwandelten Gaben während der Eucharistiefeier (Repositorium)
HÄNGEKREUZ über dem Altar von Ewald Mataré, Treibarbeit aus Silberblech auf Holzkern. Die ausdrucksstarke Gestalt des Gekreuzigten scheint sich der Gemeinde zuzuneigen (1954)
MUTTERGOTTESFIGUR auf der linken Ecke des Altarraumes von Thomas Duttenhöfer. Die halbplastische Figur aus Bronzeguss ist mit Blattweissgold belegt, dessen silbrige Wirkung korrespondiert mit dem Altarkreuz. Statt des üblichen Motivs der Mutter mit dem Kind auf dem Arm ist hier die Schwangere in umriss- und skizzenhafter
Weise dargestellt (1988).
OSTERLEUCHTER von Goldschmied Hubertus Förster (1990), Bronzeguss, achteckig, kelchförmig, geometrisch ornamentiert, 120 cm hoch. Geschmückt mit 40 Bergkristallen – die Zahl kommt häufig in der Bibel vor (40 Wüstenjahre Israels, 40 Fastentage Jesu). Nur in der Fastenzeit befindet sich der Osterleuchter nicht im Altarraum.
NOACH-ZYKLUS von Herbert Falken auf fünf Bildtafeln (Öl auf Leinwand 200x150 cm), auf der rechten Seitenwand, rechts beginnend. Phantasiereich und in intensiver Farbigkeit, teils auf symbolhafte Zeichen beschränkt, ist die Geschichte Noachs erzählt und in den Raum integriert. Der Maler war zehn Jahre Seelsorger in der Gemeinde.
ORGEL erbaut 1972 von der Orgelbauanstalt Merkstein hat 23 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Spiel- und Registertraktur sind elektrisch. Daher ist der Spieltisch beweglich. Die drei Werke haben je eine eigenes Gehäuse, die vor der linken Seitenwand aufgehängt sind.
SCHÖPFUNGS-FENSTER von Michael Scheu: Sechs der kleinen quadratischen Fenster, sichtbar vom Treppenabgang von der Kirche zur Werktagskirche, sind farbig verglast. Die Bildaussage ist abstrakt-meditativ. Es war die Grundidee des Entwerfers, die Fenster auch für Blinde zugänglich zu machen, indem er Texte in Blindenschrift in die Bildkomposition einfügte. (1999)











